Meine Ausrüstung

Wärmebildgeräte Quantum Pulsar

Vor einigen Jahren habe ich anlässlich eines Tests für ein Jagdmagazin zum ersten Mal ein Wärmebildgerät in der Hand gehabt – unglaublich. Ich habe noch nie einen jagdlichen Ausrüstungsgegenstand in der Hand gehabt, der alles so dermaßen revolutioniert und über den Haufen wirft.

Wärmebildgerät

Die Geräte zeigen einem jede Wärmequelle auch auf große Entfernungen und durch kleinste Lücken hindurch, in der hellsten Mittagssonne genau so wie bei Stromausfall im Tunnel. Das macht nicht nur Ansitze deutlich unterhaltsamer, weil man eben plötzlich viel mehr Wild oder übrige Tiere sehen und beobachten kann, sondern eben viele Jagdarten auch deutlich erfolgreicher – und sicherer! Insbesondere beim Pirschen ist man eben viel früher vorgewarnt, wo was wie steht, und kann sich damit viel besser darauf einstellen, ein Kunde nannte das sehr treffend einen „entscheidenden Erkenntnisvorsprung“.
Die Einsatzbereiche sind vielseitig: Ansitz, Nacht- oder Tagespirsch, Hasenzählung, Frühentdeckung von gestelltem Wild bei Nachsuche/Drückjagd, sofortiges Beobachten beschossener und frühzeitiges Entdecken erlegter Stücke und natürlich das Entdecken von Frischlingen, die ihre Mutter umschwirren. Nicht zuletzt sind aber auch Hunde oder Menschen im Hintergrund eines beabsichtigten Schusses zu erkennen. Man braucht zwar auch hier direkten Sichtkontakt, aber es reichen eben kleinste Lücken.

Ich habe mehrere Marken quergetestet und bin vom Gesamteindruck deutlich bei Pulsar hängen geblieben, die ich auch selbst vertreibe. Je nach eigenem Investitionswillen und jagdlichen Gewohnheiten liegen diese Geräte grob zwischen 1.300,- und 4.000,- EUR. Ich berate Sie gerne – allerdings deutlich eher aus der Praxis als technisch…

Repetierer Sauer 404 Syncro XTC in .30-06
Da ich sehr gerne reise, wollte ich schon immer mal eine Take-Down-Waffe haben – jetzt habe ich eine, und was für eine! Die 404 ist in allen Bereichen wirklich durchdacht, das Zerlegen einfach und der Abzug leicht eigenhändig einstellbar. „Leicht“ ist das richtige Stichwort: durch den ausgewählten Carbonschaft ist die Waffe zwar sehr witterungs- und stressbeständig, aber deutlich merkbar leichter als vergleichbare Waffen mit Holzt- oder Plastikschaft. Das macht sich bei meinen Pirschgängen deutlich bemerkbar, außerdem ist der Lochschaft für mich ein großer Vorteil im Handling.

Die Handspannung gibt für meine unvorhersehbare und anstrengende Art des Jagen auf Pirsch, Drückjagd und bei der Hundearbeit ein angenehmes Plus an Sicherheit, die Schießleistung in meinem Lieblings-Universalkaliber .30-06 ist bestens, sicher besser als meine eigene. Auch im Ausland war die leichte Schwarze bisher immer zuverlässig – wir werden noch viel zusammen erleben!

Selbstladebüchse Sauer 303 Syncro XT Carbon in .30-06
Auch hier bin ich in .30-06 geblieben, aber auf Sauer umgestiegen, um auch bei meiner Drückjagdwaffe einen Lochschaft haben zu können. Das Schwungverhalten der Waffe ist super, sie musste die erste Saison über viel ertragen, hat aber gut gearbeitet. Auch hier habe ich jetzt eine Handspannung, auch hier bin ich bisher äußerst zufrieden!

 

Wieder bunt!

Beretta Silver Pigeon, 12/76
Meiner Flintenbegeisterung konnte auch mein Unfall, bei dem ich fast den rechten Arm an eine Ladung 2,5er Schrote verlor und dem ich bleibende Schäden an der Abzugshand zu verdanken habe, keinen Abbruch tun. Nachdem ich auch hier früher alte Klapperdinger führte, habe ich mich irgendwann zu einer Neuanschaffung durchgerungen, die allerdings für die Jagd und das Tontaubenschießen gleich geeignet sein sollte. Die Wahl fiel auf eine Silver Pigeon von Beretta – und auch das war eine gute Entscheidung. Schon mit dem Standardschaft und den werksseitig mitgelieferten Schaftkappen lag mir die Italienerin wirklich gut und ich schoss endlich einmal auch auf dem Stand zumindest für mich beachtliche Trap- und Skeetergebnisse.

Die Flinte, der ich inzwischen wegen meiner Hand einen Maßschaft verpasst habe, ist sehr sauber verarbeitet, robust, zuverlässig, schwingt gut und ist durch die Multi-Chokes und den Magnumbeschuss für alles gerüstet –hoffentlich auch für die nächsten jagdgesetzlichen Kapriolen aus dem Berliner Tal der fachlich Ahnungslosen…

Benelli Vinci, 12/76
20140610_200409
Vor ein paar Jahren planten ich für meine jährlichen Drückjagdgruppen eine Saujagd in Tunesien. Da in ganz Nordafrika gezogene Läufe verboten sind, musste ich aufrüsten: auch hier musste ein Automat her! Das obligatorische „Umhören“ brachte immer wieder den Hinweis auf Benelli, hier in meinem Preissegment eben die Vinci. Leider bekamen alle Mitstreiter aufgrund der politischen Lage in Tunesien kalte Füße, letztlich sagte auch der Veranstalter die Reise ab. Aber ich hatte dat Dingen ja schon, und was soll ich sagen: auch meine zweite Italienerin war ein ausgesprochener Volltreffer.
Die dem Reiseziel angepasst in „Desert“, also sandfarben gehaltene SLF ist super führig und verdaut alles von 24 bis 56 Gramm, ich habe mit ihr schon wirklich sehr ordentliche Jagdtage zum Beispiel auf Enten und Tauben erlebt und bilde mir ein, wirklich sehr, sehr brauchbar mit ihr zu schießen. Ich weiß zwar nicht, ob ich es irgendwann noch mal auf marokkanische, algerische oder tunesische Sauen schaffe oder die Planungsaufregung völlig umsonst war – aber die Vinci war jedenfalls ein Gewinn, das ist sicher.

NachtsichtgerätNachtsichtgerät ZEISS Victory NV 5,6×62
Nachtsichtgeräte haben einen etwas anderen Anwendungsbereich als Wärmebildgeräte: Ihr Bild arbeitet mit Lichtaufhellung, so dass man damit auch kalte Dinge wie z.B. Geweihstangen, Rehwildspiegel, Schwartenstrukturen und -farben ansprechen kann, was mit Wärmebildgeräten eher schwierig bis unmöglich ist.
Das Zeiss hat dabei nach meiner Einschätzung die gewohnt gute Qualität und bietet eine recht hohe Grundvergrößerung bei leichter Handhabung, man kommt gut damit zurecht.

FernglasFernglas ZEISS Victory HT 10×54 und Victory SF 8×42
Ich gebe offen zu: Ich bin und bleibe einfach Zeiss-Fan, auch bei den Ferngläsern. Die Victory-Serie ist sehr lichtstark, gewohnt bildscharf und von ausgesprochen leichter Bauweise, was für mich beim Pirschen wichtig ist. Ist die Lichtstärke einmal nicht der entscheidende Faktor, greife ich auf das sogar noch leichtere SF 8×42 zurück.

Zielfernrohre Zeiss Victory V8 2,8-20×56 ASV und 4,8-35 x 60 ASV

Auch hier bin ich zwar altbewährt bei Zeiss geblieben, aber nach dem DJ-Glas zu Anfang nun mehr und mehr auf die modernere V8-Linie umgestiegen. Mein „altes“ Victory HT habe ich aber immer noch, es tat und tut einen sehr guten Job, da gab es nichts zu meckern.

Das Zoom-Spektrum der V8-Gläser, ihre gesamte Verarbeitung, die Bedienbarkeit und für den Notfall der dahinterstehende Service sind einfach genial. Nachts sind sie lichtstark, tagsüber helfen Sie mir durch einen schnellen Dreh zu scharfen „Nahaufnahmen“, auch im Ausland und unter schweren Bedingungen. In Namibia waren die Guides schwer begeistert und nahmen meine Waffe immer wieder zum Ansprechen auf große Entfernungen – sehr angenehm!

V8Drückjagdglas ZEISS Victory V8 1,1-8×30
Schon durch die Hunde und meine Drückjagdgruppen bin ich in jedem Jahr auf einer ansehnlichen Anzahl von Ernte- und Bewegungsjagden. Dabei sind Flexibilität und schnelle Zielerfassung ein noch wichtigerer Faktor als im Pirsch-Bereich, daher bin ich hier bereits auf ein V8 umgeschwenkt – und höchst zufrieden, denn dieses Glas hat schon in seiner ersten Saison bei mit hervorragende Arbeit geleistet, auch dieses kann ich nur empfehlen.

Taschenlampen LedLenser P7.2 und MT6

Taschenlampen müssen bei mir angepasst lichtstark, ausdauernd, handlich und robust sein. Schon seit Ewigkeiten führe ich daher LedLenser-Versionen, vor allem die für mich perfekte P7.2 und die zwar etwas dickere, aber mit einer Batterieanzeige ausgestatte MT6 und bin damit wirklich sehr zufrieden.

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